Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
501
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Briefe.

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HerrWille hat mir von Paris geschrieben/ daßmeine Schrift wider seinen und Herrn WächtlersWillen verstümmelt im Januar eingeriikt worden,und zwar bis auf Michael AngeloS Weg inMarmor zu arbeiten. Da es aber bekant wor-den/ wie man mit der Schrift umgegangen/ so ha-be man das Übrige verlanget/ und er habe gehört/es werde nachgetragen werden. Herrn Crona Wet-ter kau ich die Verbesserung nicht eher schikcn/ alsbis ich die gedrukten Exemplare bekomme; den ichhabe nicht alles in meinem Manuseript.

Meine Anlage zu der kleinen Schrift wird mirso wichtig/ daß ich keine Zeit bestimmen kaii; eskönte vielleicht ein ganzes Jahr dauern / und die Vol-lendung derselben kan allererst nach genauer Unter-suchung der herculanischen Schäze geschehen. Vielevon meinen Bekanten haben sie gesehen/ aber wenigStatuen. Man saget/ der König habe den Schazder Statuen unter seinem eigenen Schlüssel.

ES wäre so viel zu schreiben: aber man mußmehr Bequemlichkeit dazu haben/ als ich. Von derRestauration der Antiken wäre ein besonderes Werk-chen zu machen. Die Ergänzung der Statuen gibtzu unendlichen Vergebungen der Reisenden überhauptu»d auch der Scribenten Anlaß. Ich samle insbe-sondere dazu. Oacia unter der Oca Koin» imCampidoglio ist eine neue Restauration / aber sie istdie schönste in der Welt/ und mau weiß nicht/ obsie von Sansovino oder von Flamingo ist/ sonachläßig ist man in Rom. ES ist nur ein Kopf;aber er verdienet/ daß man seinen Meister bestimt.Richardson hätte länger in Rom sein und mehrUmgang mit hiesigen Künstlern haben sollen; alleindie eingebornen Römer und Wälschen sind um dieSchäze/ die sie von Zugend auf gesehen haben / un-bekümmert. Croixmare in Paris bekömt ein paar