Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
53
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Briefe.

Schreiben von demselben/ daß er dieselbe der Kur-fürstin überreicht habe. Es ist diese Arbeit nun überzwei Hahr aus meinen Hände«/ in welcher Zeit die-selbe ansehnlich hätte können vermehret werde»/ undnoch izo ist sie noch nicht erschienen; s?I daher eS mirein Ekel ist/ weiter davon zu schreiben. <7/-e

»n,!- / ich verstehe die Vergeltung/

welche sieben Zabre Arbeit verdienet hätten. Ichhabe cm Werk von der Allegorie für Künstlerfertig/ an welchem ich nach und nach gearbeitet ha-be/ so lange ich in Rom bin. Nunmehro bin ichentschlossen/ es in's Italiänische zu übersezen undauf meine Kosten drnlen zu lassen; den in Deutsch-land würde es- zwei andere Hahre unter der Presseliegen. Mein Glük ist, daß mich Gott hinlänglichversorget hat, ohne auf den Gewinst vom Bücher-schreibcn sehen zu dürfen. Hier ist nunmehro meineHütte aufgeschlagen, und nach dem Verlust des nn-beteuSwürdigen Prinzen/ der zum Heil seines Volksvon Gott erkoren war,^) ist fast alle Neigung fürdas Land / wo ich mich ganz im Unterricht der Ju-gend hätte aufopfern wolle»/ verschwunden. Ichschreibe mit eben der Freimüthigkeit/ mit welcherich in diesem freien Lande zu reden gewohnt bin.

Machen Sie meine herzliche Empfehlung an denwürdigen Patrioten, den Herrn von Hagedorn.ES verdienet derselbe einer Nachricht zufolge/ die mirHerr Meinhard-) gegeben hat/ ein ewiges Anden-ke»/ und ich beneide ihn/ weil ich nimmermehr an

j) lDes Kurfürsten von Sachsens

2) IIoh. Nik. Meinhard, von dem die Versucheüber den Charakter » nd die Werke der bestenitaliänischen Dichter sind. Leipz, 1774, 2 B. L/I