Briefe.An F ii e ß l y.
lNach Zürichs
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Rom / dc» 20 Jan. 17S4.
^hr edler Füeßly wird an meiner Start von sei-ner Aufnahme in Rom Bericht ertheilet haben; eSgehet selten ein Tag vorbei/ ohne uns zu sehen/und die vornehmsten Sachen sieht er mit mir/ undhat dieselben mehr als einmal mit mir gesehen/ undvieles von neuem/ ohne mich/ mit dessen vernünftigenund geschikten Reisegefährten wiederholet; so daß ichgewiß versichert bin / eS solle jenseit der Alpen leinMensch sein/ welcher mit mehr Erkentniß / Erfah-rung und Geschmak aus Italien gereiset ist/ lindeS werden auch nach einem Aufenthalte von einigenMonaten wenige in Rom selbst sein/ denen dieserwürdige Jüngling nicht Lection geben könte. EuerVaterland wird sich künftig rühmen könne»/ dengrößten Kenner zu besizen/ welcher richterlich wirdentscheiden können. Einen solchen Kenner zu ziehenist noch keinem-Fürsten gelungen/ so viel mir wissendist; eS ist auch das Fürstcngeschlecht nicht würdigdieses Vorzugs; ja es sollte mich meine Dienstwillig-keit gereuen / wen nicht sein Vaterland vornehmlichden Genuß von ihm haben sollte. Die aanze Stadtsollte einen Beitrag thun zum Behuf desselben/ umsich dessen mit mehrerer Gerechtigkeit und Anforderungrühmen zu können.
Ich erwarte Ihre Antwort/ mein liebster Freund/nach welcher ich anfangen werde, den Entwurf zumachen. Die Geschichte der Kunst ist bereits vorWeihnachten völlig abgedrukt an das Licht getreten/und wird vermuthlich bereits für Sie und Herrn W> lleabgegangen sein, wen es hat ohne Ihre Kosten fesche-