-Zo Freundschaftliche
besser sei»/ weder dahin/ noch nach Dresden/ zu ge-denken. WaS würde ich in Berlin für eine schlechteFigur machen / wo kein Gelehrter eine machen kan,zumal gegen D'Alembcrt/ welchen der König izokommen laßt/ und gegen andere Franzosen/ die inder Akademie daselbst herschen/ und den Ton ange-ben? Meine Absicht mit dem Exemplare von demitaliänischen Werke gehet auf nichtS/ als diesemgroßen Manne zu zeigen, daß ein geborner Unter-than etwas Würdiges (wie ich hoffe) hervorgebrachtHat. Vielleicht könte die Geschichte der Kunsteben dieses darthun/ wen es nicht im Deutschen ge-schrieben wäre. Die Wohlthaten aus Sachsen/ dieich rühme/ sind jährlich 200 Thaler/ d. i. bis aufdie Zeit/ da ich / wie Sie wissen/ von Florenz ausmich derselben freiwillig begab/ und dieses ist eineFreigebigkeit des königlichen Beichtvaters; ^') nie-manden anders habe ich dafür Dank zu fagen. Aberdie Dankbarkeit habe ich beständig für meine höchstePflicht gehalten / und dieselbe gegen Herrn Wille undFüeßly in der Vorrede zur G e sch i ch te wieder-holet/ aber auf eine erhabene und auSdrükliche Art/mit Anzeigung/ daß diese zween Freunde mich aufmeiner ersten Reise nach Neapel unterstüzet. Siehatten 16 Zecchini zusammengebracht. Weiterverbindet mich nichts dem Hofe zu Dresden/ undich hoffe/ meine Tage sehr nothdürftig/ wen derCardinal sterben sollte/ aber ruhig zu endigen. Mei-ne einzige Last ist/ alle Morgen nach der Vatieanazu gehe»/ welches mir 6 ganzer Stunden wegnimt/
j) lLeo Rauch.Z
2) lDie Stelle in der Vorrede zur Geschichte derKunst ist gegen das Ende. Br> an K. FüeHl»/ v. April175S; und an Waltycr r. 26 Sept. desselben Jahrs,I