Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
24
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2» Freundschaftliche

sem jungen Menschen gerathen, vom März an bis zumNovember auf der Rcisc nach Rom Zeit und Geld zuverlieren? Predigen hilft nichts! Es erkennet der-selbe auch, daß er diese Zeit verloren bat, und wencr es nicht glaubte, wollte ich es ihm so deutlich be-weisen, als ein Problema aus der Geometrie. Unterzwei Jahren kan er hier keine sichere Methode erwäh-len. Künftig ein Mehreres. Ich bin mit vieler Ar-beit überhäuft.

An Franke.

I,Nach Nöthcni-.Z

Roi»/ i>en 26 Nov. j?6Z.

dieses schreibe ich Ihnen in der vaticanischen Bib-liothek, wo ich alle Morgen, des Soütags und Don-nerstags ausgenommen, erscheinen muß, nicht sowohlzu arbeiten, als mich auf meinen Ort zu sezen. Essind unser dre-zehen, von welchen ein jeder etwas Neu-es bringt, um einige Zeit zu plaudern.

Jzo lese ich mein großes italiänisches Werk stnk-weife einem Prälaten von 72 Jahren vor, welcher eingroßer Gelehrter, von feiner Einsicht und ein schar-fer Nichter ist. Nach der ersten Revision wird dassel-be die zweite durch jemand anders , und zulezt eine drit-te bekommen. Wen ich diesen Vortheil mit der Ge-schichte der Kunst gehabt hätte, würde ich siche-rer als izo sein können.

Ich habe die ausnehmende Ehre gehabt, Sr. Hei-ligkeit ein Stuk aus meinem Werke vorzulesen, zuCastel - Gandolfo, wohin der Herr Cardinal ging,demselben eincn Besuch zu machen. Ich saß zwischendem Pabst und zween Cardinälen, und eS war eineansehnliche Verfamlung zugegen. ')

2) lBi eoraxhi e S. LXXI.VZ