Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
246
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2-56 Geschichte der Kunss.

Palestrina liegt/ ebenda/ wo kurz zuvor eine Ve-nus und im vorigen Jahrhunderte Inschriften ent-deket wurden/ die hier eine Villa eines Freigelasse-nen eben dieses Kaisers anzeigeten. Der Leib bisauf die Kniee/ aber ohne Beine und Arme/ (eineHand ausgenommen/ die sich über der Hüfte erhal-ten hat) wurde nicht tief unter der Erde gefundenund war daher sehr zerfressen; und man sah an dem-selben offenbare Zeichen verübeter Gewaltsamkeit/Hiebe im Kreuze und riefe Stöße, woraus zu muth-maßen ist/ daß auch diese Statue in der Wuth wi-der das Andenken des Domitianus umgeworfenund zerschlagen worden; den es wurde sogar dessenName/ wo sich derselbe auf Inschriften fand/ aus-gehauen und vertilget. Der abgelösete Kopf wur-de viel tiefer gefunden/ und er hatte daher wenigergelitten. Diese Statue ist unbekleidet und von gro-ßer Schönheit. 2) um den Kopf ging eine Krone

„ nen Hand vorgestellet ist, hält mit beiden Händen vor^ dem Unterleibs Früchte. Aus dem Thiere, aus wel-„ chem ein Kind reitet, weiß der Erklärer nicht, was er>, machen soll; auf dem Kupfer ist es ein Ochse: weilman sich die Mühe nimt, die Statue in der Nähe zu„ betrachten, so findet man, daß es die Liebe ist, wel-„ che auf einem Löwen reitet. " Me » er.

1) k'sbretti, Inscr. c. 4> x. 274 et ZZo> Eben so erginges dem Namen ^s,r»?«i»vs in den Inschriften des Cara-calla; in einer derselben, welche in dem vor einigerZeit zu Pozzuolo entdeketen Gvmnasio gesunden worden,ist gedachter Name halb vertilget. Es heisset dieselbe

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2) !>lonum. 6» Hluseü IVapol. t. Z, pl, 2g. Hiermöchte der schiklichste Ort sein, auch an die Bildnisse derDomitia, der Gemahlin des Domitianus, zu er-innern. Sie find so ausserordentlich selten, daß Nis>