Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
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Eilftes Kapitel.

Die Freude.

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Auf der großen und sehr schönen Vase von ge-brautem Thone in der Samlung des Herr» MengS/hier unter Numero 200/ sieht man ein fröhlichesGastmahl mit verschiedenen Farben abgebildet/ wel-ches auf dergleichen Vasen eben nicht gebräuchlich ist.Der größte Vorzug besieht indessen darin/ daß daraufdie Art vorgestellt ist/ wie die Alten bei Tische aufden Polstern lagen, wovon, so viel ich weiß / keinanderes bis izo existirendeS Kunstwerk eine deutli-chere Idee geben lan.

Der auf dieser Vase abgebildete Gegenstand istmeiner Meinung nach ganz idealisch, indem mandurchaus keine Allegorie darin entdeken kau. Diedrei weiblichen Figuren, welche trinken, tönte manallenfalls für drei Bakchantinen halten; allein,was die übrigen Figuren betrift, als: den Jüngling,der den Mundschenk macht; das Mädchen, welchesauf zwei Pfeifen bläst, und den Silen/ gleichfallsmir zwei Pfeifen in der linken Hand, der trunkenauf der Erde liegt: so läßt sich dies auf nichts wei-ter, als auf die Fröhlichkeit anwenden, wie ich obenangegeben habe.

Das Bette, anf welchem die weiblichen Figurenliegen, ist ein Triclininm, d. h. ein Bette oderPolster für drei Personen, mit einem Unterbette undKopfkissen versehe»/ um gemächlich