Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
403
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4 Theil.

Fch bin darum der Meinung / daß die weiblicheFigur auf unserm Marmor eine allegorische Bedeu-tung habe; so daß sie etwa das Talent des vor ihrstehenden Dichters oder tragischen Schauspielers imDarstellen oder Nachahmen der leidenschaftlichen undpathetischen Gebärden in Vorstellung der Frauenbedeute.

Hinter dieser weiblichen Figur erscheint übrigensderjenige Theil des Theaters, der hieß/ wo-

von ich schon bei Erklärung des vorhergehendenMarmors geredet habe. Auch sieht man die Vorder-seite der Bühne darauf vorgestellt/ wie anf einer mitLaubgewinden und Vasen gezierten Wand.

Was endlich diesen Marmor noch vorzüglich schciz-bar macht/ ist die an einer Stange hängende vierekigeTafel/ die hinter dem Tische/ worauf die Maskenliegen/ aufgerichtet steht. Die Tafel gleicht einemBrette/ worauf öffentliche Verordnungen knnd ge-than werden. ES könte daher wohl eines von denensein/ welche man auf den Theatern mit dem Titeldes aufzuführenden StükS anheftete undhieß, y

i) ?ollux, I. /j. segm. 1Z1.

ist bei Polluv ci» Gewebe oder G e>mälde, das entweder einen Fluß, Wald, das Meer ic.vorstellte, und mir welchem man, wen xlözlich etwas der-gleichen sollte vorgestellt werden, die Scene dehing. Ähn-liche Gegenstände, wie der aus dem Marmor unter Nu-mero l?2 ist, kommen sonst noch vor, wie z. B. beiZoega (IZa^ii'iüi'vi n. 24.), der darin den Unterrichtsieht, welchen Dichter de» Schauspielern zu ertheilenpflegten.)