Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
295
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2 Th. 2 Mschtt.

Übrigens erinnere ich mich nicht/ an irgendei-ner Figur der Pallas, ausser an der gegenwärti-gen, Armbänder bemerkt zu haben; und es scheint,daß man einen solchen Zierat für eine so ernsteund von allem Puze weit entfernte Göttin nichtschiklich gehalten habe, der sich allenfalls für Bak-chantinen schikte, wie man in einem griechischenEpigramme des AgathiaS liest, l) Eben dieserWink des griechischen Dichters diente mir zur Richt-schnur bei der Betrachtung einer Bakchantin aufeinem oben unter Numero 60 beigebrachten Bas-relief, welche mir beim ersten Anblik ein wie eineSchlange und nach gewöhnlicher Form gemachtesArmband zu hnben schien; den mit Hülfe der er-Mitten Nachricht gelang es mir, zu unterscheiden,daß jenes, was die Gestalt einer Schlange hatte, cinewirkliche Schlange fei, die sich um den Arm ge-«unden hatte, gerade so wie Nonnus die Bak-chluitinen beschreibt.2) Man muß indessen dieBakchantinen oder Mänaden, das heißt: diem der bak chantisch e n Raserei ergriffenen Wei-ter von den übrigen unterscheiden, welche die Or«Mi oder die dem Bakchns zu Ehren angestelltenZeste feierten; indem man diese wirklich auf vielenVasen von gebrantem Thone mit Armbändern abge-tildct sieht.

Die Hirschhaut am Ulysses und das Gefäß,welches die Pallas in der Hand hält, erinnernmich an die Hirschbaut und an das zum AuSgießmdeS Weins bcstimte Gefäß, ßui-turnium

genant, in einem griechischen Epigramme, welcheSNkonoe? eine sehr schöne aber ausschweifendessrau, nachdem sie alles/ was sie besaß, durchgebracht

>) t>i> p> 421. t. Z, Lmil, v.

2) I. !H. z). 26).