Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
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Denkmale.

unserer Vase ab, so daß ebenfalls Pallas und dieFurie, zu beiden Seiten des Tisches, auf welchemdas Gefäß befindlich ist, stehen. Beide Figuren sinddenen auf unserm Kunstwerke so ähnlich, daß sie voneinander eopirt scheinen. Da aber der Marmorverstümmelt und mit GypS ergänzt ist, so begnügeich mich damit, blos das anzuzeigen, was wirklich altist. Auf dem erwähnten Cameo sieht man auch dieauf dem Felsen sizende Figur ausgedriikt, welchegleichfalls der auf unserer Vase ungemein ähnlich ist.

Übrigens muß ich noch bemerken, daß man dieseVase eine dopelte nennen kan, oder daß zwei ineinander gesezt sind, indem die äussere silberne underhoben gearbeitete inwendig noch eine andere eben-falls silberne enthält, so daß diese ohngesähr eben soheraus - und hineingehet, wie die antiken durchlö-cherten Gefäße zum Durchsangen des Weines, welcheman neuerlich gesunden und in dem hereulanischenMuseo ausgestellt hat, in ihrem nicht durchlöchertenFutterale heraus- und hineingehen. Hch glaube da-her, daß ein Gefäß dieser Art ebendasjenige ist, wel-chem Homeru 6 das Beiwort gibt; denwen eine dopelte Schale bedeu-tet, kan die unsrige mit ihrem Futterale wohl aucheine dopelte genant werden. Eben diese Bedeutungscheint mir auch das andere Wort bei Homerus)liämlich , 2) zu haben; so daß also

nicht heißt, wie

bis izo alle Ausleger eS erklärt haben; sondern viel-mehr ein Gefäß, das in seinem Futterale steht; umso mehr, da das Vorwort n m, den erwähnten

Worten vorgesezt, wohl eine von einer andern um-gebene Sache bedeuten kau, so wie es ohngefähr un-

1) I?.. XXIII. v. 6,6.

2) Idi6. v. 663.