263
Denkmale.
abgebildete Gegenstand das Gericht des Areopagusin Athen über den Muttermord des' Orestes vor.Innere und äussere Gründe kommen meiner Vermu-thung zu Hülfe. Ich will nur zuerst das anführen,was PliniuS bei der Gelegenheit sagt/ wo er vonden Künstlern spricht/ die sich durch ihre Kunst/ inSilber und besonders auf Bechern/ die erneüt/ erhobene Arbeiten zu machen vorzüglich aus-gezeichnet haben; nämlich/ daß unter vielen andernGefäßen / welche Zopyrus/ einer der berühmtesimKünstlerin dieser Art verfertigt hätte/ und derenWerth bis auf zwölf tausend Sestertien gestiegen,eines gewesen sei/ auf welchem das Gericht des Areo-paguS über die Mordthat des Orestes vorgestelltwar/i) ohne jedoch meinerseits zu behaupten, daß un-ser Gefäß/ obwohl eS vortreflich ausgeführt ist/ das-selbe sein dürfte.
In Ansehung deS inneren Grundes muß ichvoranschiken, daß Orestes,- nachdem er von denFurien/ die den Dichtern znfolge ihn quälten, ei-gentlich aber wohl von seinem Gewissen wegen einesso abscheulichen Verbrechens gefoltert und deßwegenvon ganz Mycenä und ArgoS/ als aus welchen bei-den Städten das Reich seines Vaters Agam emnonbestand/ verabscheut wurde/ sich nach Athen begab, Wer auf Apollos Befehl sich dem strengen Gerichtdes AreopaguS und der Anklage der Erigone/ desÄgisthuS Tochter/ unterwarf/ wie man dieses inder panschen Chronik liestwiewohl dem Euri-pideS zufolge Ojax sein Ankläger war/^) um sich
>) plin. I. zz> l^c. 12. üect. 6Ü> Man vergleiche G> d, K>
tt B, 1 K, 15 — §.12) 40. ?au5an» !. 2.
Z) Lurix. Orest. v^432.