Ein und dreissigstes Kapitel.
Orestes im Wahnsinne.
l?!umcro t5a.)
Eine von den Scenen aus dem Leben des Ore-sics'/ die auf dem vorhergehenden Sarkophag abge-bildet sind/ nämlich Orestes in seinem Wahnsinneund in Gesellschaft deS Pylade 6/ sieht man auch aufdem gegenwärtigen, wiewohl verstümmelten Basre-lief/ das sich in dem Kabinet des Herrn MarcheseRodinini in Rom befindet und hier unter Nu-mero t6o aufgeführt ist. Die Bildhauerei daranist eine der vortreflichsten dieser Art unter allen Wer-ke»/ die uns übrig geblieben sind/ und die Geschichteselbst ist auf dieselbe Art wie auf dem vorhergehen-den Marmor vorgestellt/ so daß beide Zeichnungennach einem und demselben Original gemacht scheinen;ausser daß man auf dem gegenwärtigen Basrelief/auf welchem die Figuren beinahe in halb natürlicherGröße abgebildet sind/ die vorhin erwähnte Lage/in welcher sich Orestes befand/ deutlicher als aufdem andern Sarkophag wahrnimt. Er scheint näm-lich ganz von Kräften verlassen:
und in einer gewissen Schlafsucht/ die ihn allezeitüberfiel/ wen die Furie ihn gepeinigt und angereizthatte. Das Gemälde des alten Malers Theodo-
») Ov!6. metain. 1. 10. v.
Winckelnmil. 8. 42 /