Acht und zwanzigstes Kapitel.
Orestes und PyladeS.
lNumero 446. Z
Auf der Vase von gebrautem Thone unter N u«mero i-i6, welche sich in der Samlung des HerrnMengS/ ersten Malers des Königs von Spanien/befindet / scheint mir eine Scene aus dem Trauer-spiele des SovhokleS/ Elektra betitelt, abgebil-det zu sein/ und zwar diejenige, wo Orestes mitseinem Freunde PyladeS am Grabmale seines Va-ters Agamemnon steht/ an welchem er nach sei-ner Nükkunst in ArgoS sein Trankopfer bringt/ehe er sich seiner Schwester Elektra zeigt/ welcherer darauf erst die Rache entdekt/ die er gegen ihreMutter Kl» tKinne stra und den ehebrecherischenÄgiirhuS ersonnen hat.
Der eigentliche Augenblik dieser Geschichte/ dender Künstler gewählt hat/ scheint derjenige zu sein/wo Orestes den Aufseher oder Alten/ der ihn aufElektraS Ermähnen in Phokis als einen Knabenverstekt hatte/ um ihm das Leben zu retten, an sievorausschikte; den gerade damals/ wo der Alte nachArgoS ging und die erdichtete Nachricht vom Toddes Orestes verbreitete/ um allen Argwohn vonder Ankunft desselben zu entfernen und ElektraSGesinnungen zu erforschen/ verweilten Orestesund PyladeS/ welcher leztere sowohl des ersternFreund/ als auch der Sohn von einer Schwester