Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
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245
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2 Th. 2 Abschn. 2^5

Schwert oderein Beil zu verstehen sei / wie die Ama-zonen es führten, und welches Euripides beider Gelegenheit, wo er von derselben Geschichte re-det, l) , B e i l, nent. Indessen anstatt zu ge-stehen, daß Kassandra etwas Widersprechendessage, oder anzunehmen, daß sie von dem Fleischer-bloke in Stüke zerschmettert worden sei - mußman lieber beide Behauptungen dadurch mit einan-der z» vereinigen suchen, daß nämlich bei der Gele-genheit, da dieser Mitverschworne herbeikam, umße zu töden, ihr ausser dem tödlichen Streiche mitdem Schwert oder dem Beile, auch noch etwas der-gleichen, was der Marmor vorstellt, ans den Kopfgeworfen wurde; den wir können doch wohl unmög-lich sagen, daß die Künstler diesen Umstand so ganznach ihrer Laune bei einem Gegenstand angebrachthätten, der bei den Alten so bekant war und denßc so häufig theils auf der Schaubühne, theils aufKunstwerken vorstellten. Als Panfanias zn Del-phi auf dem großen Gemälde des berühmten Poly-gnotus gewisse Dinge bemerkte, von welchen wedercr noch andere feiner Zeitgenossen den eigentliche»Grund anzugeben wußten; sezte cr lieber, statt siefür bloße Werke der Einbildung des Malers zu er-klären, voraus, daß derselbe sie in den alten Tra-ditionen gefunden habe.^) Eben dasselbe sage auchich hier von dem Künstler, welcher unsern Marmorverfertigt bat.

Die lezte weibliche Figur/ welche auf der rech-

>) v. Zgl.

2> sSie sagt freilich bei Äschylus an beide» Stelle» et-was, das sich sehr zusainmcnschikt: eS warte ans sie daszweischneidige Neil/ womit sie auf de»l V l o r e wür^e ge-schlachtet werden.I

Z) ?aus>in. I. 10. lc. 25,)