Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
241
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2 Th. 2 Al'schtt. 2ät

der Todfeindschaft unter ihnen. Als' hierauf A g a-mcmnon den Oberbefehl über die Griechen bei derBelagerung von Troja führte/ wußte sich ÄgisthuSbei der Klytämnestra/ der Gemahlin desselben/durch seine Liebkosungen so gut einzuschmeicheln/daß sie selbst es ihrem Gemahle nicht verzeihen koiite/ihre Tochter Jphigenia für das allgemeine Besteaufgeopfert zu haben. Wo Agamemnon dazu„och die Kassa» dra aus diesem Kriege mitbrachte/gerieth Klytämnestra darüber in eine solche Ei-fersucht/ daß sie sich mit dem A gi stbu s verschwor/imd mit ihm einen Plan entwarf/ den Agamem-non umzubringen/ wie sie auch wirklich thaten.

Nachdem ich nun hier die grausame That unddie Veranlassung zu derselben erzahlt habe: so legeich zum Grunde meiner Erklärung des gegenwärtigenMarmors die Worte des schon oben angeführten Ho-merus/ und zu allererst die Lichter / welche Phi-lostratus bei der Beschreibung eines Gemäldes vomniimlichen Inhalte anführt/auf welchem noch an-dere Umstände/ die zu der Hauptsache gehören/ vomDichter aber weggelassen wurden/ abgebildet sind.Ich bin dadurch ans die Fakeln/ die man in unsermMarmor wahrnimt/ aufmerksam geworden und soauf den Gedanken gerathen / daß die ganze Geschichtebei der Nacht vorging. ES waren auf jenem Gemäldealle Gäste vom Weine trunken und vom Schlafe über»fallen vorgestellt/ unter welchen man einen sah/ derauf dem Rükcn lag/ als Agamemnon wie dieserAutor sagt/ mitten unter Weibern und Jünglinge»starb. Alles dieses stiiiit mit unserm Denkmale über-ein, auf welchem gleichfalls ein großer Theil derFiguren im tiefsten Schlafe vorgestellt ist.

lim mm zur Sache zu kommen/ so glaube

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