Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
239
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2TH. 2Absch». 2Z9

! bewahrt; bat aber weder anzugeben gewußt/ was es^ eigentlich sei/ noch einen einzigen Gedanken mitge-theilt, nm uns etwa darauf zu führe»., Ich habe aus den drei Basreliefs dasjenige aus-gewählt/ welches im Hause Barberini vorn aneinem sehr gut erhaltenen Sarkophag befindlich undst vortreflich gearbeitet ist/ daß es jenes im HauseSiustiniani weit übertrift/ an welchem man/ daes ziemlich hoch hängt/ die Theile nicht wohl un-terscheiden kan. Man darf sich daher nicht wundern/weil die davon gemachte Zeichnung unrichtig ist»nd folglich diejenigen/ welche den Inhalt derselbenz» errathen suchten/ irre geleitet hat.

Der wahre Inhalt dieses sowohl als der beidenWdern Basreliefs ist der Tod Agam e mn o n S/ dermi Ägisthus auf Antrieb seiner Gemahlin Kly-tämnestra getödet wurde; ein Gegenstand/ welchendie Künstler aus dem Homerus und Äschylus ge-nommen haben. Nach den spätern Tragikern/ näm-lich dem Sophokles l) und Eu ripides zufolge/lödeteKlytämnestra den Ag amemnon mit einemBeile/ nachdem sie ik>m ein oben ganz zugenähetesHemd übergeworfen hatte/ so daß er den Kopf nichthindurch steken konte und Ägisthus ihm destoleichter den tödlichen Streich zu versezen hatte. Ä sch y-liiö^) und EuripideS'i) wollen ihn ferner imBade ermordet sein lasse»/ und der Versertiger desborghesischcii Marmors scheint sich in diesem Punktean sie gehalten zu haben. HomeruS hingegen er-

1) ülecir. v, gg.

2) IZIecti', v> >6o.

Z) ^xi»n. ^v. 1069-I

/j) üicclr. v. 1L7.