Siebzehntes Kapitel.
Hektors Begräbnis.
lNumero jZ6.^I
Den Marmor unter Numero ^Z6/ welcher beiFraseati im Gebiet des Klosters von Grottaferrata aus-gegraben und in der Halle am Palast des Cardi-nalabtS aufgestellt ist/ kan man unter die schönstenDenkmale in dieser Art rechnen; allein er ist michzugleich sehr schwer zu erklären / weil die Hälfte da-von fehlt/ wie man ans der Länge der Figur, mwelcher der halbe rechte Fuß »och zu sehen ist/schließen tan.
Da nun diese Figur/ welche unstreitig das Haupt-theil des Ganzen gewesen ist/ indem ein Kriegcr denFuß derselben mit beiden Händen fest liält/ hier fehlt!so muß man sich mit der Bemerkung begnügen, daßderselbe einem todten Kriegcr gehöre/ der vom Schlacht-felds entweder auf den Scheiterhaufen oder zum Be-gräbniß getragen werde. Ich habe indessen das Ganzegenau studirt/ um ausfindig zu machen/ was dadurcheigentlich vorgestellt werde; konte aber nichts weitermit Gewißheit festfezen/ als daß eS eine Begebenheitaus dem heroischen oder fabelhaften Zeitalter sei,da nach dem von mir aufgestellten Grundfaze derjunge Krieger/ welcher den Leichnam trägt/ nakt undauf heroische Art vorgestellt ist. Die bejahrte Fraukan in einem heroischen Gegenstände/ wie der gegen-wärtige ist/ unmöglich eines von den Weiber» sei»/