Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
164
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^64 Denkmale.

konte doch die entblößte Spize des Griffes denKain-byses nicht in dem Fuße verwunden/ er möchteauch das Schwert getragen haben/ wie er wollte;am wenigsten hätte dieser der Fall sein können/ wener es nach der Gewohnheit der alten Griechen mimder Achsel trug. ES scheint daher/ EustathiuSHabe den Worten dieses Geschichtschreibers eine» an-dern Sin gegeben/ als derselbe damit verbunden; wel-ches um so mehr zu vermuthen ist/ da der Knopf desGefäßes nicht so leicht der Gefahr/ sich loszumachenund unversehens verloren zu geben/ wie dieses derFall bei PerseuS war/ auSgesezt ist,

Ich will auch hier noch zum Unterricht der Künst-ler/ welche sich nicht aus Antiken Naths crholeiikön-nen/ genau und umständlich bemerken/ wie die al-ten Helden das Schwert eigentlich trugen. ESbekaüt, daß es ihnen unter der linken Achsel herab-hing und deßwegen genant wurde/!) so daßder Grif die linke Brnst berührte. ES hing übri-gens wenig niederwärts/ und der Winkel/ den6mit der horizontalen Linie macht/ pflegt nicht überdreissig Grade zu sein; welches man wegen der?omdes Gürtels und der Art / ihn zu befestigen/ wisse»muß. Der Bildhauer/ welcher den angeblichen sie»benden Fechter ergänzte/ hat sowohl in Absicht aufdie Form des Schwertes als ans den Gürtel einengroben Fehler begangen/ indem er dem leztern eineganz moderne Gestalt und eine Schnalle gegebenhat. Unsere Gemme gibt den BeweiS/ daß der M>tel des Schwerts eine bloße Binde war/worin auch der größte Theil der alten Statuen,an welchen Schwerter zur Seite hängen/ überein-kommen. Bei einigen scheint indessen daS/ was dieBinde ausmacht/ ein Streif Leder zu sein, und s»-

z) LckvI. II. v. 149^