Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
145
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2 Th. 2 Abschtl.

» Wh der eigentlichen Bedeutung dieses WortS/ undj>jc die darauf siebende Statue selbst zeigt.

Der Schmerz über den Schlangenbiß am rechtenl> Fuße ist an der Figur des Philoktetes dadurchangedeutet/ daß er ihn in die Höhe hält und sichgleichsam nicht trauet/ ihn auf die Erde zu fezen;ach scheint er eben so, wie wir an der berühmtenl>, Et-itiie des Laokoon sehe»/ den Schmerz bis ini> die Zehen zu fühlen. Wer den neuern Künstlernch Amben wollte/ welche unter andern auch diese näm-ch liche Stellung in ihren Werken zu eopiren pflegen/p m ihnen das Hervorstechende zu geben, was wirContrast nennen, und eS als eine von den Regeln,t w Composition ausstellen - würde vorauSsezen, daßi- dieses auch von den Alten zu demselben Zweke beob-h achtet worden sei; allein diese waren nicht so faul, und unthätig. Die Lage der Haud und der Finger,, Wiüt er Spieß und Zepter hält/ zeigt jemand an/. icr etwas leicht wegschiebt/ oder/ wen man lieber, M, auf etwas hiuzeigt. Einige vorher angeführtel Schriftsteller sagen, daß PhiloktetcS gebissen, wrden sei, indem er den Altar dessen/ den man, «lifsllchte, gezeigt habe; Andere hingegen behanpten/. Saß ihm dieses Unglük begegnet sei/ als er ihn gerei-

> chthabe.^)

! Daß man aber hier einen Krieger mit Helm und? Mraß/ aber mit bloßen Füßen sieht, ist zwar dem

> «ntgcgen, was ich bei der vorhergehenden Numer ausim Philostratus von den Sandalen/ die mangwöhnlich den Figuren des Philoktetes gibt/ an-gcfiihrt habe; allein wen man bedenkt/ daß man solches«sscr diesem Denkmale nur an einer einzigen gleichfallsdwafneten Statue in der Villa Seiner Eminenz

1) Luzwtli. In (Z. VIII. x> 722.

2) Idill.

Wilickelman. 8.

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