Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
93
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2TH. l Abschn.

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lNuiiiero i07.I

Das Seitenstük dazu untcr Numero 107/ wel-ches im Kabinet des Herrn Christian Dehn be-jindlich ist und das Bild des nämlichen Helden vor-siellt, dient mit den beiden vorhergehenden zumBeweise meiner Behauptung in der v o rlä ufig enAbhandlung, daß nämlich die hetrurifchen Künst-ler, da es ihnen an Gegenständen aus der vater-ländischen Geschichte fehlte/ die Vorstellungen aufihren Kunstwerken aus der Fabel und Geschichte derGriechen hernahmen. TydeuS erscheint hier vondem Thebauer Menalippus in der BelagerungM Theben tödlich verwundet.') Er hebt den Kopfin die Höhe und richtet seine Blike nach den Mauernirr belagerten Stadt/ von wo der tödliche Streichgekommen war. Weil dieser Gegenstand von einemgriechischen Künstler in Stein geschnitten wäre: so»ürdc er vielleicht der Beschreibung zufolge/ welcheZlschyluS von dem Schilde dieses Helden gibt/^)die Figur desselben umgekehrt vorgestellt haben/ da-mit er die kleinen Schellen/ welche am Schilde selbstbefestigt waren/ um durch das Getön derselben demFeinde Schreken einzujagen/ hätte andeuten können.EuripideS gibt dem NhesuS/ Könige von Thra-kien, einen ähnlichen Schild mit kleinen Schel-len.^ So viel ich ans diesem Dichter abnehmen kanAren dieselben inwendig an dem Riemen angebracht,mir welchem man den Schild am Arm befestigte,k'iwohl dieser Riem weder zu den Zeiten dieses

1) I. 9. sc.

2) 8ept. Hieb. sv. 363.

3) klies. v. 393.