2 Th. 1 Abschn.
mcwobl die mit seinem ältern Bruder gemeinschast«lich vorgeiiommeiie Entführung eines blinden Va-ters a»S seiner Heimat dawider streitet.
Man erkeut am ÖdipuS die königliche Würdea» dem Diadema/ welches sein Haupthaar umgibt.Dieses Haar aber ist nicht lokicht/ wie bei den Fi-guren anderer griechischen Helden; sondern steif undgerade, um, wie ich glaube/ auch dadurch die un-glükliche Lage dieses Königs auSzudrüken. Er trägtüberdies einen langen Mantel/ der auf der linkenSchulter zugeknüpft ist/ um ihm durch denselben»och ein anderes königliches Wahrzeichen zu gebe»/me ich schon unter Numero 65 bei dem Talardes EurystheuS/ Königs von Myeenä/ bemerkthabe. Er geht auf den Spizen der Füße/ wie einMensch/ der wider Willen fortgezogen wird. Ander linken Seite hängt ihm das Schwert herab/mit welchem er dem Seneca zufolge sich die Au-genwimpern abschnitt. Beim Sophokles hin-gegen übt ÖdipuS diese schrekliche Rache an sichselbst mit den Schnalle» / die er von dem Leichnamder Zokaste genommen hat/ aus.
Die von der verstümmelten Figur übrig geblie-bene Hand/ die eine weibliche Figur hat/ stellt einevon den Töchtern des ÖdipuS vor/ und die Art/wie sie auSgestrekt ist/ deutet Trauern und Wehkla-gen aii/ indem die Töchter den unmenschlichen Cha-rakter ihrer Brüder verabscheuten / welche allertindlichen Liebe entsagt/ aus bloßer Begierde zu her-schen, ihren Vater auf die Art behandelt hatten/unddaher von demselben mit Verwünschungen und Fluchüberhäuft wurden.
Die beiden Bogen an der Mauer scheinen die
>) Mäix. v. gZ5.
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