2 Th. 1 Abschn.
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Die Einheit des OrtS und der Geschickte ist aufden Werken der alten Bildhauer nicht immer beobach-tet worden/ indem man zuweilen zwei ganz verschie-dene Gegenstände auf der nämlichen Abbildung sieht,wie ich oben schon bemerkt habe; zuweilen auch fin-det »um zwei Augenblike und zwei Begebenheitenderselben Geschichte/ die aber zu verschiedenen Zeiten> vorgefallen sind, auf ei nein Werke vorgestellt. Diesesiß eben der Fall auf unserm Marmor/ wo man aufder einen Seite den ÄgeuS erblikt, wie er mit der»lthra darüber spricht/ daß er die erwähnten Sa-che» unter dem Felsen verbergen wolle; auf der an-der» aber ist die Entdekung derselben und das Er-kennen des' TheseuS vorgestellt.
Den ersten Theil dieser Geschichte erkent manMich an dem Helden/ der sich auf sein Schwert! sijjzt. Agens svricht nämlich mit der Athra vonihrer Schwangerschaft/ welches ans der Haltung sei»mr Hand und aus dem Schwerte/ das er zn verber-gen suchte/ zu ersehen ist; und dan aus der Betrüb-niß der weiblichen Figur/ die sich für die Athrasehr gut fchikt/ indem sie von seiner Abreise sprechenhörte. Sie hebt den Schleier/ den sie tragen mußte/damit sie von andern noch für eine Zungfrau gehal-ten würde/ vom Gesichte auf.
Von den übrigen weiblichen Figuren anf der an-dern Seite/ welche einen Kopfpuz haben, ans welchemman schließen könte/ daß sie noch nnverheirathet sei-en/ etwas BestimteS zu sage»/ dürfte wohl schwersein; indem erstlich ThesenS der einzige Sohn derÄthra war und diese nur eine Schwester hatte/welch: Henioche hieß und init dem KanethuSvmniihlt war;^) und es dan auch nicht glaublich ist/
i) VIoil. Lic. 1.4. sc. 5g> Diodorus sagt nichts Vv»Heniochc und Ka»cthuS>) Vlutui'»!,, in riies. c. 2S.
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