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Denkmale.
man nämlich geglaubt habe, die gemeine Liebe seiohne Flügel/ die Liebe der Götter aber geflügelt.In diesem Falle könte der kleine Amor ohne Flü-gel den thierischen Jnstinct/ der sich nicht von derErde oder über den Trieb der Thiere erhebt/ andcn-ten. Die Idee von der nngeflügelten Liebe ßn!>etman indessen nicht blos bei den erwähnten Dichtern,auch Alexis und EubuluS/ zwei berühmte Komö-dienschreiber unter den Grieche»/ stellte»/ so wie auchAristophon/ die Liebe ohne Flügel vor/^) undlezterer erzählt/ die übrigen Götter hätten dem Amordie Flügel genommen / weil er so viele Unruhen un-ter ihnen gestiftet habe.
Übrigens erscheint Pasiphae in dieser Vorßes-ung ihrer Geschichte zweimal; warum / weiß »mnicht. Doch finden sich auf den alten Kunstwerke»mehrere Beispiele von dergleichen Wiederholungen.Unter denen/ welche in diesem Werke aufgeführt sind,ist z. B. Andromache/ die Gemahlin HektorS,zweimal auf dem nämlichen Marmor unter Numero157. Auf einem Sarkophag im Mu seo Capitolinosieht man Diana einmal/ wie sie aus dem Wagengestiegen ist/ und da»/ wie sie den Endymion be-trachtet; eben dieses ist auch bei derselben Geschichtein der Villa Borghese der Fall.
DaS Gebäude/ welches man im Hintergründe die-ses Marmors sieht/ ist wahrscheinlich das Labyrinth,welches DädaluS kurz vorher angelegt hatte unddessen Eingang in einem natürlichen Felsen «nige-sbracht zu sein scheint: wofern jenes berühmte Ge-bäude nicht etwa nur eine Höhle auf dem Berge -Jda war/ die anfänglich blos gemacht wurde/ imdie Steine zur Erbauung der in der Nähe besindli-chen Stadt GnossuS herauszuholen. ?) Der Eingang
1) 1. 12. sc. 2. n. iZ—
2) (^otovic. iün. Illeiosol. 77.