Denkmale.
„ bevor ich nicht von diesen (nämlich den versammel-„ ten Weisen) die Auslegung des Spruchs : A-„ czuicl nimis! gehört habe." PittakuS fängt hier-auf a»/ mit dem ÄsopuS über diese» und andereSpruche der Weisen zu sprechen / uud ihre Unter-redung endigt sich s»/ daß weder sie wieder aufdie Frösche kommen/ noch PlutarchuS ihrer er-wähnt. Da nun auf diese Art jenes Gespräch un-vollkommen bleibt/ wiewohl Pln tar ch us in seinemTractat von den Antworten des delphischen Orakelsdie Allegorie der vorhin gedachten Symbole zu er-klären sucht: i) so stimme ich hierin dem gelehrtenBochartbei/ welcher sagt/ daß dessen ganze Ausle-gung ein leeres Geschwäz sei.^) NbrigenS/ nm wie-der auf das Vorige zurükzukommen/ bin ich derMeinung/ daß die Geschichte von der Erhaltungdes CppseluS durch die zerstükelte und unvollkomme-ne Nachricht von den Fröschen ergänzt werden kön-ne. Den unser Schriftsteller erzählt/ daß unter denVorsichtsmaßregeln/ welche NeptunuS zur Er-haltung des CypfeluS traf/ auch diese war/ zuverhindern/ daß das Weinen des Kindes von de-nen/ die ihm den Tod zugedacht hatten/ gehörtwerde. Es ist daher wahrscheinlich/ daß die Tradi-tion sagte/ NeptunuS habe die Frösche in dendem Meere nah gelegenen Sümpfen so sehr schrei-en lassen/ daß dadurch jenes Winseln ganz ersiiktwurde. Der Palmbaui»/ der vorzüglich in niedrigenund feuchten Orten zu wachsen pffegt/ kaii auf dieSümpfe selbst anspielen. Hch erinnere mich hieraucheines FroscheS/ der auf einer ehernen Säule gebildetist und das Gelübde eines Wanderers vorstellt/ den,
1) ^ 7« p-— 674. eä!t.
2) I?ierv2. part. 2. p. 671.