2TH. l Al'schn. 51
„zuthun hatte/ und von ihr einen Sohn bekam,„der Hipp othouS hiesi." »
Wen man nun B eger6 Auslegung mit der mei-nigcn zusammenholt; so wird die Richtigkeit dieser,»,d die Unrichtigkeit jener desto deutlicher erhellen.Der von ihm angegebene Gegenstand ist folgender.Cephalus, der Prokris Gatte, wurde von Au-rora geliebt und entführt; allein sie konte ihnnicht dahin bringen, die eheliche Treue zu vcrlezen.Da eS ihr also nicht geglükt war, ihre Wünsche zubefriedigen, so gab sie ihn seiner Gattin wieder;rieth ihm jedoch, deren Treue durch viele und großeGeschenke auf die Probe zu stellen, die er ihr selbstMeten, und zu welchem Ende er seine Kleidungund seine ganze Gestalt verändern sollte. Der vonAurora auSgedachte Streich siel nicht nach Wunschaus. Prokris, durch die Geschenke gelokt, ergabsich dem Willen ihres verkanten Gatten, und floh,als ßc ihren Irrtum einsah, nach Kreta, wo sie vonder Diana einen Iagdspieß und einen Hnnd, dienie fehlten, zum Geschenk erhielt. Mit diesen kehr-te sie zu ihrem Manne zurük, stellte auch seineTreueauf die Probe und war so glüklich, sie ebenfallswlikcnd zu machen, worauf sie sich mit einanderwieder aussöhnten. Da ihr indessen noch einigeFunken von Eifersucht im Herzen übrig gebliebenivaren; so argwohnte sie, Cephalus möchte/ datt täglich so früh auf die Jagd ging, in irgend ei-ne Nymphe verliebt sein. Sie schlich ihm also-inst nach und verbarg sich hinter dem Gebüsche,»m die Wahrheit zu erfahren. CephalnS, vonder Jagd ermüdet, rief die Luft an, ihn
eiu wenig zu erquiken. Prokris, welche den Na-mcu der von ihrem Gatten geliebten Nymphe zuhören glanbte, bewegte sich bei diesen Worten undsprang aus dem Gebüsche hervor. Cephalus aber,