Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
37
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2 Th. 1 Abschn.

diese Alte» die Aufseher seien/ ist dieser/ weil dieGriechen gewöhnlich die Besorgung ihrer Kinder denMaven anvertrauten/ wie wir eS von Aleibia-des wissen/ welchem Perikl es einen alten Sklaven/WmeiiS ZopyruS/ aus Thracien zum Aufsehergab. ')

Der bejahrte Held auf der rechten Seite/ wel-cher mit dem in die Höhe gehobenen Schilde denjüngern Sohn zu vertheidigen scheint/ ist vermuth-lich der Vater ZImphion; so wie man auf derlindern Seite die Mutter Niobe vorgestellt sieht/in deren Schooß ein anderer ihrer Söhne geflohenist, welches Amvhion zu sein scheint/ indem er dereinzige Knabe war / der sich gerettet hat,^) so wie sichvon den Töchtern blos die jüngste/ Chlor iS/ ret-tete. Beide hängen sich an das Gewand der Mut-ter, nach Art der Kinder/ die sich fürchten; eineStellung/ die man in ähnlichen Fällen beim Euri-pideS häustg durch die Redensart x«/^/Zo--

»-i-Z-s, , >5) sich an den Schleier halten/linSgedrukt liest. AmphioN/ mit dem emporgehal-tenen linken Arme drükt das auS/ was die Griechen«i?5-5xc» T'O-S? 7"-iv ,4) die Hand li b e r j e m a n-den ausstrekc n/ nennen. Man braucht diese Re-densart/ wen man von einer Person spricht/ dieeine andere vertheidigt.

In einer ähnlichen Stellung sieht man den Am-phion auf einem sehr schönen Fragment einesBasreliefs im Haufe Rondinini / nämlich mit ebenso aufgehobenem Schilde/ aber mit einem Panzer

1) Oonk. PIzut. Neicat. ^Vct. I. so. I. V. gg.

2) ?au8.in. I. 6. 16.^

3) Iroad v. 746. Ilerael. v. 48. Herc. v. 972.

4) 1^.5!. XXIV. V.Z74. ^.ul. v. Loitk.

Uemsterl». I^ucian. 11m. c. 10. x. iiö.