Sechs und zwanzigstes Kapitel.
T e l e p h u s.
i.
Auf dem sehr schönen Basrelief in der Villa Bor-gliefe, liier unter Numero 71/ sieht man ganz deut-lich die Geburt des TelephuS, Sohns des Her-kules'/ abgebildet/ so wie man sie auch auf einemder größten Gemälde des herculanischen Musei vor-gestellt findet.') Die Begebenheit ist aus der Ge-schichte des Herkules bekant. Als dieser sich einstbei Aleus/ König von Arkadien/ aufhielt/ ver-führte er die Auge/ Tochter seines Wirthes. An»dere behaupten/ er habe sie genothzüchtigt, nachdemer sie mitten aus einem feierlichen Tanze/ den sie mitihren Gespielinen der Pallas zu Ehren angestellt/herausgerissen hätte. Als Aleus die Schwanger-schaft der Auge wahrnahm/ befahl er dem Nan-pli!> s / seinem Vertraute»/ sie in das Meer zu wer-fen. Bis auf diesen Punkt siebt man die Geschichteauf einer Begräbnißurne vorgestellt. Indem Nau-plius nun die Auge in dieser Absicht mit sichnahm/ wurde sie von den GeburtSschmerzen überfal-len; sie begab sich daher unter dem Vorwande/ einanderes Bedürfniß zu befriedigen/ in das Gehölz aufdem Berge PartheniuS/ und brachte daselbst einen
1) ä'^rcol. t. i. 6.
2) 8enec. Herc. Mt. v. 366.
Z) Ovrl AIus. Z5tru8c. tsd. iZZ.