Denkmale.
die angebliche Keule/ die zwischen den Füßen unsere»Figur liegt/ ist nicht des Herkules Keule/ dmdiese wird gewöhnlich mit Knoten abgebildet. Hchsehe also nicht/ was uns hindert/ sie für einen Stok !oder für ein Zepter zu halten. Die Worte eine I
Keule/ und ein Zepter/ sind beim Ho-
mer >) und Pindar gleichbedeutende Worte;daher vergleicht auch Lucian den Stok deSDioge- !neS mit der Keule des Herkules. 2) Wen mmsonst nichts dawider hatte/ so wäre hier gleich eineandere und vielleicht wahrscheinlichere Muthmaßung. !ES könte nämlich HelenuS/ der Sohn des Pria- !m uS/ sei»/ der die Gabe zu weissagen besaß. DasZepter würde das Merkmal der Person sein. Mannante eS das phöbeische Zepter. CbryseS/emPriester des Apollo/ trug eS und auch TiresiaZhat es auf einem Basrelief hier unter Numero 167in der Hand.
Hn einem Gedichte/ das dem Orpheus zuge- /schrieben wird/ liest man/ daß Apollo dem Hele- >nuS einen redenden Stein schenkte. Als Helenusdie Probe damit machen wollte/ enthielt er sich meh-rere Tage hindurch der ehelichen Pflicht/ des VadeSund des FleischessenS. Nachdem er hierauf geopfert !hatte/ wusch er den Stein in einer Quelle/ verbargihn sorgfältig und stekte ihn in den Busen. Nachdiesen Vorbereitungen that er/ als ob er ihn weg-werfen wollte/ um ihm Leben zu verschaffen und zumSprechen zu erweken/ worauf derselbe ein Geschreivon sich gab/ wie ein kleines Kind/ welches nach derMilch der Säugerin schreiet. Helenus konte sichnun nicht mehr enthalte»/ ihn um das zu fragen/ !was er zu wissen wünschte/ und erhielt ganz richtige
1) 1^. I. v. 2^4.
2) Viwr. auct. 3.)