5o6 Denkmale.
ficht, <) um die Pferde damit zu tränken. Dieseswar in den ältesten Zeiten gar nichts Verächtliches,indem selbst die Prinzessinen fich nicht scheueten, ßezu warten, wie wir ein Beispiel an der Andro-mache haben, welche die Pferde HektorS besorg-te.^) Auch die Cyklopen arbeiteten für denNeptunuS einen Eimer, um seine Pferde darauszu tränken.
Der Baum, der hier gerade so gezeichnet ist, wieauf dem geschnittenen Steine, gleicht mehr einerPalme als einem andern Baume; allein dieses thutnichts zur Sache, da man weiß, daß die alten Künst-ler auf die Nebensachen wenig Aufmerksamkeit wen-deten. Auch tönte man allenfalls sagen, daß dieVerwechselung des einen Baums mit dem andernals eine poetische Licenz angesehen werden könne, in>dem die Dichter sehr oft dergleichen Verwechselun-gen nach ihrem Gefallen vorzunehmen pflegen.->)Eine Olive oder Papel würde fich hieher gut schi>kcn, indem fie ein Siübild deS Landes wäre, >vodiese Begebenheit vorfiel; den der Tradition zu-folge brachte Herkules, nachdem er den Diome-deö getödet hatte, aus Thraeien die ersten Oli-ven, nach Andern aber die ersten Papeln aus demLande der Thesprotier mit. 5) Beide waren damalsin Griechenland noch ganz unbekant. Er pflanztefie zu EliS, um den Plaz, auf welchem die von iweingefezten olympischen Spiele gehalten wurden, d»>durch zu beschatten.
1) l'llZ). 62.
2) Ix. G. VIII. V. 187.
Z) Oallim. in Oian. v. 60. ^
4) (üonf. 8vkol, v. 63. 109. 49^'
5) I?in6. III. v. 67.
6) I?ausan. I. 6. I^c. »4.^