Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
444
Einzelbild herunterladen
 

Denkmale.

In der Villa Seiner Eminenz des He«,,Cardinals Alexander Albani sieht man eine Wjsonderbare Herum mit zweien Gesichtern: das eineist offenbar das Gesicht der L eukot he a; das lin-dere stellt einen betagten Man mit einem lange»Barte vor, mit eben solchem Diadema/ wie sei»?Gefährtin hat; sein Haar aber ist von einem Ephwzweige umgeben. Mir scheint es/ daß hiermit»KadmuS / König von Theben und Vater der Leu-ko t hea, vorgestellt wird.

Der ganze Unterschied aller dieser Köpfe von je-nem nuserer Statue besteht darin/ daß sie das Hmstatt der Binde mit einem Evbeuzweige/ als ein»Anspielung auf den BakchuS, umwunden haben, "und das Diadema länger/ breiter und besser ausge-drillt ist/ als auf der gegenwärtigen Statue. Umallen den Gottheiten/ welche der Vermählung deZPelens und der Thetis/ die unter Numero iiadieses Merkes befindlich ist/ beiwohne«/ ist nur -ineeinzige unter den weiblichen dem B akchu s zur Ccite/welche ein die Stirn umgebendes Diadema hat. Zchzweifle daher gar nicht/ daß es Leukothea sei.

Man bemerke auch die Löcher iu den Obre» un-serer Statue. Sie zeigen unstreitig an/ daß Ohrge-hänge darin befindlich gewesen sind: ein Schmnk,der nach meiner Meinung nicht blos den Gemohli-nen der Götter/ sondern auch sterblichen Frauen ei-gen war. Ich führe dieses hier gegen die Beiner-lung des gelehrten Buonarroti a»/ welcher sagt,er habe an keinem einzigen Porträte der Kaiserinn!bis zur Gemahlin des TheodosiuS hin und ande-rer Frauen, weder in Marmor noch auf Münzenund geschnittenen Steinen/ die Ohren durchlöchnl

lNach Z oeg a (kassiriliovi n, 2.) ist es der bärlige Bak>

chus und Ariadne.Z