Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
409
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1 Th. 2 Abschtl. -S09

Die Sirene hat Vogelfuße, so wie man sieimmer abzubilden pflegte, und zwei Flöten in dcnHänden, an welchen sich gleichsam drei kleine Trich-ter befinden, die dazu gebraucht worden zu sein schei-nen, um die Locher in der Flöte, welche ge«Mit werden, desto gewisser zu greifen. Ich glaube,daß man diese Trichter von der

Ton, genant hat; den unter dcn Bestandtheilen derFlöte hat Pollux auch dieses Wort mit aufgeführt.Er sezt eS gleich nach dem Worte, welches' die Lö-cher selbst bedeutet, und unmittelbar vordemjenigen, welches das Mundstük bedeutet; alleinbis izo ist man über den eigentlichen Sin desselbennicht einig. Ein neuerer Scribent, welcher behaup-tet, daß die Flöten dieser Art hydraulisch seien,d. l>. daß der Ton in denselben durch Wasser her-vorgebracht werde, 2) verdient gar keine Widerle-gung.

Auch hat eine jede Flöte ihre kleine Zunge, vonden Griechen und von den La«

teinern aber lingul» genant. Eine Flöte ohne Mund->W hieß «vXo? oc>x«7"i-s?.

Ungewöhnlich ist hier auch der Gürtel der Muse,indem er nicht nur über der Hüfte befestigt ist,(da er sich doch gewöhnlich unmittelbar unter dcnBrüsten befindet,) sondern sich auch von andernGürteln merklich unterscheidet. Diese sind gemei-niglich Streifen oder Binden; der gegenwärtige hin-gegen ist so breit, daß er eine Art von Tuch zu seinscheint. Einen ähnlichen Gürtel, der auch eben so

1) Lauf. I^lllcon. »liss. cke L. Lestil. p. 146g.

z) NllNin, pres, » lexxlie. lies luollum. izui 011t raxxort

s la reliß. p. 6.

2) ?v1!.UX, l. 2. 8EZM. io3.

H). I. segin. ^0.

Winckelman. 7. 18