ZSt)
Denkmale.
das in dem Wettstreite vor/ in welchen sich derSatyr MarfyaS mit Apollo einließ. Das Nr»theil ward in Gegenwart der Götter, und besondersder Musen gefällt. Mars»as hatte die Flöte/ sdie Pallas weggeworfen/ wie ich oben bei der Er-klärung von Numero 18 bereits erzählt habe/ aufgc-nommen/ und wollte nun mit Apollo einen Wett-streit eingehen/ so daß dieser die Leyer spielen/ eraber die Flöte blasen sollte. Mi das/ der zumRichter erwählt worden war/ entschied zum Vor-theile des MarsyaS und sprach ihm den Preis z»,Apollo entrüstete sich darüber und schuf ihm zumZeiche» seines schlechten und verdorbenen GehörsEselsohren an den Kopf.
Apollo sizt in der Mitte; seine Leier ruht aufder Cortine soder dem Bauchs des DreifußeS/feinUnkcr Fuß aber auf dem Pegasus/ welches eincSseiner gewöhnlichen Symbole ist. Gegen ihn übersteht Mi das in einer Stellung/ als ob er sich we-gen seines einfältigen Urtheils entschuldigen wolle,und sich zu gleicher Zeit über die harte Strafe be-klage oder Mitleid errege.
Die Gottheiten/ welche dabei erscheinen/ sindPallaS/ Cybele/ Dian a/-M ercur und Bak-chus. PallaS, welche hinter dem MidaS steht,komt bei dieser Entscheidung hinzu/ weil hier voneben der Flöte die Rede ist// welche sie ehedem mitVergnügen geblasen hatte. Warum aber der Künst-ler unter den übrigen Göttinen gerade die Cybelegewählt habe/ davon sieht man den Grund nichtein. Sie sizt übrigens wie gewöhnlich auf einemStuhle mit zweien Löwen znr Seite, und gleichetsehr der unter Numero 28 abgebildeten Cybele.
Diana nimt Theil daran/ weil eS auf ihre»
i) G. VIII. V. 437. Rui'ix. Lupplie. V. 1202.^1