Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
388
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Denkmale.

die Abbildung dieser Gottheit nicht einig waren; in-dem der daselbst beschriebene Pan in Ansehung derBrust und ZeugungStheile dem Herkules glich;die Beine und Fuße hingegen waren wie die desMercnrs gestaltet/ das heißt! mit Flügeln. Ei-nen dem unsrigen ähnlichen Kopf/ dem aber die Be-kränzung fehlt/ steht man auf einer Münze deSGal-lienuS/ welchen Tristan bekant gemacht hat undden er für einen PanSkopf hält.

Vorausgesetzt nun/ daß auf dieser Münze sowohlals auf der unsrigen dieser Gott abgebildet sei: soist eS wahrscheinlich/ daß dieselbe/ da auf der an-dern Seite das' Vordertheil eines Schiffes zu sehenist/ zum Andenken eines vom Könige AntigonuSerfochtenen Sieges zur See geschlagen worden, weiler ihn vielleicht dem Gotte Pan zuschrieb/ so wiedie siegenden Griechen cS auf dem marathonischenGestlde thaten.

Die auf der Kehrseite auf dem Schiffe sizendekleine Figur scheint dem Pater Frölich nichtmänlichen/ sondern weiblichen Geschlechts zu sein;und daher bildet er sich ein/ Venus darin zu ent-dekeii/ die ihm zufolge wegen des Bogens bewafnetsei/ ohne indessen den geringsten Beweis für seineMeinung beizubringen. Man findet diese Göttinwirklich auf einigen Münzen von der Insel Cythe-ra/ mit einem Bogen in der linken und einemPfeile und Apfel in der rechten Hand;^) allein,gemeiniglich trägt die bewafnete Venus dasSchwert auf der linken Seite, so daß es von derrechten Schulter herabhängt; ferner pflegt sie einenSpieß in der Hand zu tragen, wie man sie auf ge-schnittenen Steinen findet, oder auch in der gro-

1) kist. t. Z. z?. 63.

2) luscr. tak. 3.