1 Th. 2 Abschn. 3S9
unter ihrer Aufsicht stand. Darauf scheinen die derVenus' ertheilten Beiwörter und
zu gelien. Ihr zu Ehren waren auch Feste in derWeinlese angestellt, die Vin->lir> rusiic» hießen. In-dessen/ da das Wort I-o-tus, griechisch zweideu-tig ist/ und auch für die weibliche Schaam genom-men wird/ ^) wie das Wort / Feld/ ') undx-i/uwv, Wieset) so kaii die genante Gartenaufsichtzugleich auch in einem andern etwas unsittsamenVerstände gedeutet werden.— Doch ist die Lilie keinausschließliches Attribut für Venus allein: den ma>?findet auch Juno mit dieser Blume in der Hand - 5)an welcher sie sich sehr ergöztc;^) und auch derGöttin SpeS dient diese Blume zum Sinbiloe. ?)
Lanze und Diadema/ die auf andern Abbildun-gen dieser Göttin erscheinen, sind die Attribute derhimlischen Venus und der eyprischen Ve-nus/ welche die Lanze trug / und daher dieLanzentrcigerin, hieß. Doch pflegte diese Lanzekeine I>->sts pur», das heißt/ ein langes Zepterohne Spize/ zu sein/ sondern eine eigentliche Lan-ze/ mit der Spize nach unten gekehrt/ wie man deut-
1) plutarcli. Äinritor st. 9. p. 3i. eckt, donjugal.z>i-!ccept. st. k>. p. 644. e6it. Die erste Benennungist von Empedvkles, die zweite von Sophokles,^!
2) Dustalk. in Ix. L. V. p. 536.
Z) ^ ristox^i. I^züistr. v. gg.
4) Lurlp. <ü)'c>op. v. >63— >70.
ö) 1>istsu, Ooiu. Iiist. t. Z. p. gg.
6) LIein. 1.2. c. 3. Oon8tÄNt. (»eopoinc. I.
2. c, 20.
7) lBei'chreib. d. geschnitt. Steine, 2 Kl. 17 Abth.18Z2 Num.Z
D) V<1SS. vlig. I60I. 1.2. c. 27. x.