Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
355
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1 Th. 2 Al'schn.

Verliebten befreit wnrden. Von der andern Seitesieht man BakchuS, und zwar/ was sonderbar ist,vom Herkules begleitet/ der eine knotige Keuleträgt. Die Erscheinung des Herkules bei dieserEcene kan ein Anachronismus scheinen/ den derBildner dieses Basreliefs begangen; da die fabel-haften Geschichten der Götter/ und die zwischenihnen geschebnen Begebenheiten vor dem Antheil/den sie an dem AnSgang der Belagerung von Trojanahmen / sich mit der Aufnahme des Herkules indie Gesellschaft der Götter endigten. Auch nentHomer ihn eben so wenig unter den Gottheiten/die als Zuschauer dieses entdekten Ehebruchs herzu-kamen.

Unter dem Herkules sieht man TelluS (dieErde) in weiblicher Gestalt z sie trägt das Horn desÜberflusses/ und stiizt den rechten Arm auf einenOchsen, der bei den Ägyvtern das Sinbild der Erdeselbst war. Auf einem alten Gemälde/ desHerkules Ringen mit Antäus/^) welcher jedes-mal/ wen er die Erde berührte/ neue Kräfte bekam,sieht man die Erde durch den einzigen Felsen/ wor-auf ihre Figur sizt, angezeigt; nnd ein Felsen/worauf die Göttin ThemiS in Numero ^ sizt/kan anzeigen/ daß sie eine Tochter der TelluS ist>)

Delvhin, wie auf Winekelmans Abbildung angegebenist, und der noch übrige Theil der Zigur des Gottes istzu derb für einen Nevtun.1

>) II>. G. VIII. v. 344 el Z5g.

2) Hlucrolj. Laturnal. I. I. c. 19. p. 241.

3) Slpolcr. 6e' Kasua. wv. >3.

4) lDer Autor bat den rechten Punkt bei Erklärung die-fe§ Marmorö, Numero 2S, verfehlt, den es ist daraufdie Vermahlung des Kadmos mit der Harmoniavorgestellt, wie Zoega erwiefen hat.Z