1 Th. 2 Abschn.
Auf der andern Seite dieses Marmors scheintdie Verlobung Vnleans und der Venus in Zu-noS Gegenwart gebildet zu sein; diese Verlobungwar/ nach Plntarchs Behauptung/ in einem Ge-dichte von Demodokus/ einem Dichter des Alci-nouS/ Königs von Phüacie»/ besungen.^)
III.
l?!umero 2S.I
Denselben Gegenstand der Entdekung des Ehe-bruchs von Mars und Venus steht man aufdein folgenden Basrelief Nnmero28/ das zu Romin der Galerie des Palastes Albani steht/ abgebil-det: aber auf eine andre Art vom Künstler gedacht.Venus/ die nach dem/ was man aus dem Kopf-puz schließen/ und so viel man aus dem verderbteirGesichte seilen kaü/ nicht idealisch/ sondern nach Ähn-lichkeit einer betauten und besondern Person gebil-det ist/ stzt auf einem Bette / und hält mit der rech-ten Hand einen aufgeschwellten Schleier/ der steh inder Luft ihr über den Kopf erbebt. Einen ähnliche»Schleier pflegt das Bild der Nacht zu haben/ wel-che deßhalb der alte Dichter Bakchilides
das ist: die mit dem aufgeschwell-ten Gewände oder Schleier/ nent; dieserSchleier der VenuS scheint anzudeuten/ daß dieHandlung zur Nachtzeit vorging. Das einem Kanapeeiibnliche Bette stnzt stch auf Knaben / die sich aufdie Kniee gebeugt haben / und nnt beiden erhob-nen Armen dasselbe halten; sie bicßen -'5/^-?. Um
1) O«! Niu5ic!> iint. t. 10. p. 6!>2.
2) I.Z. v./„Z?.
Z) lEs ist nickrö von acbo^ncn Knieen in der Abbildung beiWi.nckelnian ;u seljcn, woli! aber in dic>er hier.1
1) 0^,55. S. VIII. V.-78. XXIII. v. 19g.
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