Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
334
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Denkmale.

weibliche Gestalt ansehen/ so könte man sie für diebewasnete VeuuS halte», die mit ent-

blößtem Schwert tanzte; wie auf dem Schild desAchilles bei Homer ein Chor Jungfrauen mitSchwertern an der Seite tanzte. Auf diese Artkönte eS das Bild des Sterns oder Planeten Ve-nus sein: des lezten / der vor der Morgenröthe ver-schwindet/ und des ersten/ der nach Sonnenunter-gang erscheint, 2) Von der gewöbnlichen Abbildungdieser Göttin in Waffen habe ich im siebzehenttnKapitel bei Numero äi geredet.

Auf den beiden Handhaben des Gefäßes sind MiJünglinge gemalt/ mit einem KriegSroke (Paluda-mentum)/ der ihnen über den Ruten fällt/ undden Vorderleib nakt läßt. Ihr Kopf ist mit einerzngefpiztcn Müze bedekt; sie halten den linken Fußauf einem Schilde/ indessen sie sich den Beinharnischan demselben Fuße befestigen. Die Miize zeigt,daß sie Kastor und Pollux sind; und ihre Figu-ren scheinen/ wie ein Theil statt des Ganzen, denThierkreiS/ den die Sonne zu durchlaufen hat/ an>zudeiiten.

Dasselbe Gefäß ist von Montfaneon heraus-gegeben;^ aber nach einer fehlerhaften Zeichnung;daher mußte er den wahren Sin der Vorstellungnoch mehr verfehlen. Er glaubte/ die Figuren ansdem Wagen seien CereS und Proserpina; ernimt die kleinen Flügel auf MereurS Kopfe fürHörner/ und hält ihn daher für einen Satyr/ derdas eine Pferd beim Zügel fasse/ um sie springen z»

1) !>.. 2. XVIIl, V. 597. sDie Iu II gsra »eil dieses Chorshatten Kranze aus dem Kvvf/ lind die Jüngling!trugen Schwerter an der Seite.?

2) Olz'Msiioilor, >>i mctcoi', ^r>5tot> p. 12,

3) cxi-I, suxxl, t, Z. xl, Z5>