Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
333
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1 Th. 2 Abschn. Z6Z

wesen aufgeklärt haben; daher ich also glaub«/ daßdessen Bedeutung noch unbekant ist.

Wäre das Gefäß / wovon hier die Rede ist/ einägyptisches Kunstwerk: so würde der Grund leichtanzugeben sein; das Auge wurde sich auf den Osi-riS/ den ägyptische» Gott der Sonne/ beziehe»/weil das Bild eines Auges die Hieroglyphe von die-ser Gottheit war.^) Indessen habe ich ein gemaltesAuge an dem Vordertheil der italiänischen Felukenvon Sicilien und Malta gesehen/ ohne die Bedeutungdavon erforschen zu können.

Zwei Pferde unseres vierspännigen WagenS/ wel-che die Pferde der Sonne sind/ werden von Mer-curiuS am Zaum gehalten. Man erkennet ihn airseinem Stäbe (Cadueeus)/ und an den beidenFlügeln am Haupte. Die Bedeutung geht ans denPlaneten MercuriuS/ der beständig die Sonnebegleitet/ da die Geschwindigkeit in der Bewegungdes einen Gestirns der des andern fast gleich ist.Die kleine Figur auf der andern Seite des Wagens/die man nicht recht erkennet/ scheint mit Schildund Degen bewasnet zu sein/ und könte den SternMars vorstellen. Wollte man sie aber als eine

1) Wen die Ägvvtier Gott auf einem Schiffe fahrend Vor-stellen , so wollen sie damit die Kraft/ die das Weltalllenket, vorbilden. Wie nämlich vom Schiffe abgesondert/im Hintertheile desselben/ der Steuermaii am Hauvtru-der das Gesamte lenkt/ indem er ihm aus sich selbst denAnfang der Bewegung ertheilet: so hat im Anbeginneder Schöpfung die Gottheit die Grundursache der Bewe<gung unablöslich in sie gelegt und fährt nun selbst mitauf dem Schiffe, cle in^-stor. eclit. o.ile,sect. 7. c. 2. p. ,5>.) Das Ansehende auszudrükett/ be-diente man stch des Auges als Sinbild, (Llem.sti-vn». 1.5. c. 7.) Hug.

2) Nacrol). Saturns!. I. l. x. 248.