1 Th. 2 Abschn.
297
könte man auch aus einem Adler/ der einen Hirschunter sich hat, am ffuße einer Bildsäule Jupitersin derselben Villa Borghcse/ die in diesem Stükeeinem Jupiter in der Villa Aldobrandini gleichist, schließen/ daß in diesen Figuren Jupiter derJäger hat sollen abgebildet werden. Selbst der Adler,der über der diktäischen Höhle/ worin Jupiter alsKind von der Nymphe Ädrastea erzogen und er-nährt ward/ einen Hasen zerfleischet/ wovon sich dieVorstellung auf einem Basrelief im Palaste Giusti-»iani befindet/ könte in Bezug auf unsere Abbil-dung gedeutet werden.
DaS Gewand/ womit Jupiters Haupt bedekti st/ scheint den von ArnobiuS sogenanten Jupi-ter Riciniatus anzudeuten/2) d. h. der eine»Theil des Gewandes über den Kopf gezogen hat; die-ser Theil hieß riciuium, von 1'cjiLert! dem Herab-ziehen vom Kopfe. Diesen Jupiter/ und einenPluto auf einem Gemälde des Grabmals der Na-sonen,4) der auf dieselbe Art verschleiert ist/ kanman die einzigen unter den größern Gottheiten nen-nen, die auf alten Kunstwerken so vorkommen; dencS ist bekant/ daß der verschleierte Kopf bei den Gott-heiten unseres Geschlechts als Kenzeiche» des Satur-nus angenommen wird. 5) Doch ein alter untengenanter Scribent/ der nach ArnobiuS lebte/läßtJupiter auf die beschriebene Art sich das Hauptbedeken. 6)
1) LkN'tvIi ant. tü!z. 26.
2) ^6v. Qent. 1.6. x. 209.
Z) Varro äe linA. I.4. p. 3o. l^G d. K. 6V. 3 K. ^
4) 6.
5) lVcschreib. d. gescknitt. Steine, 2 Kl. 1 Mth.
3
6) de nuxl. I. 1. »7.