Denkmale.
«^Zfsi'ox ^lv/U.E>!, >)
ZeuS ist mänlich/ ZeuS ist eine unsterb-liche Nymphe.
Und diese Idee hatten die Alten von allen Götter»,die daher bei ihnen , von beiderlei
Geschlecht/ hießen. Ferner/ um den Begrif eine-WescnS/ das an Macht und Weisheit unendlich überlins ist/ zn erwekeN/ erhöheten diese Dichter ihr da-von gemachtes Bild mit Kräften und Eigenschaften,^die sie von Thieren und verschiedenen Natnrwirkmi-gen nahmen/ und legten diese den Göttern bei/ um zu-gleich anzudeuten/ daß deren Wesen sich über die ganzeerschafne Natur ausdehne.
Zufolge dieser Bemerkung haben die ältesten Völ-ker ihre Götter/ um die Schnelligkeit derselben mWirken/ und ihre Erhabenheit über das schwache Be>dürsniß, durch Wandeln von einem Orte zum ander»zu gelangen/ anzudeuten/ mit Flügeln versehen ge>dacht: und also versucht/ mittelst siiilicher Dinge de«hohen Begrif göttlicher Wesen zu erweken; wie Ho>mer/ der das Wandeln der Juno den Gedankenvergleicht/ womit ein Reisender in einem Augenblikialle von ihm gesehenen Länder durchfliegt. 2) Ichübergehe für izo die ägyptische» Gottheiten mit Flii^geln an den Seiten/ welche deren untere Hälfte be-dekten; und schränke mich auf die Gottheiten de>Griechen und Hetrurier ein.
^NonnuS stüzet sich auf eine alte Überlieferung,!wen er allen Göttern Flügel zu den Zeiten beile-get/^) als sie aus Furcht vor Typhon den Himmel
-i) Luseb. xi'ssxar. HvarzA. I. Z. p. 61.
2) v. XV. v. 60.
Z) Oion^siac. I. 1. 6. LauckorÜÄt.
I. 1. 25.