Abhandlung tt.
des PoiupejuS im Palaste Spada. Die beidenersten Statuen stellen thracische Könige und zwarderjenigen Thracier vor/ die Skordisci hieße«/welche/ wie FloruS berichtet/ vom MarcnS Li-ciniuS LuculluS/ dem Bruder des prächtigenLucnllus/ besiegt wurden. Erbittert über denwiederholten Meineid dieser Völker ließ er ihrenKönigen beide Hände abhauen/ so wie die Statuenselbst gebildet sind/ die eine mit abgeschnittenenHänden bis über den Ellenbogen/ die andere mitabgehauenen Händen bis über die Knöchel/ die folg«lich hierin den Statuen von Gefangenen in demMausoleo des Königs OsymandyaS in Ägyptenähnlich sind/ welche anch mit abgehauenen Händengebildet waren/gleichwie zwanzig hölzerne kolos-sale Statuen in der Stadt SaiS in eben diesemReiche. 4) Die ChlamyS an den beiden eben erwähn-ten capitolinischen Figuren/ melche mit Frankenbesezt und aus der rechten Schulter zusammenge-knüpft ist/ schlägt großartige/ ungezwungene undmit solcher Kunst gearbeitete Falten, daß diese Sta-tuen schon an sich selbst/ ohne sie als Denkmale derGeschichte jener Zeiten zu betrachten/ schäzbar sind;den sie zeigen einen so großen Fleiß der Ausfüh-rung/ daß man an ihnen mehr als an andern Sta-tuen die erhobenen nnd vertieften Reifen sieht/welche über die CblamyS hinlaufen und in den Ge-wändern der Alten blieben/ nachdem sie zusammen-gelegt und auch mehrmal gepreßt waren/ damitsie keinen falschen Bruch annehmen möchten. 5)
lG. d. K. ebeiidas.Z2) I.. 3. c. 4.
Z) Oiocl. 8!c. 1. 1. c. 46.
4) Ilei-uäot. 1.2. c. i3». ^G. d. K. ebendas.^jü) lurnck. vävc'rs. !. 2Z. c. 19.