Vorläufige
nius will dieses nur in Bezug auf Griechenland ver-standen wisse»/ weil er selbst hinzufüget/ daß die Kunßin der hundert und fünf und fünfzigste»/ oder hundertund fünf und vierzigsten Olympiade neues Leben bc-kan,/ wie ich in der Folge zeigen werde. Nach den,Tode Alexanders des Große» befand sich Grie-chenland in einem bedauernswürdigen Zustande; ezwar verarmt durch die großen Schazungen und durchdie unaufhörlichen Kriege verheert. Die Atheniens«wurden vom DemetriuS PoliorceteS gezwun-gen/ sich so harten Bedingungen zu unterwerfe»/ daßsie ihnen eine wirkliche Knechtschaft schielten.') Auchdie herabgewürdigte Kunst senfzete unter dem allge-meine» Druk/ welchen die griechische Freiheit erdul-dete/ bis endlich die Seleueiden die Kunst nachAsien riefen / großmüthig bcschüzten und beförderte».An ihrem Hofe blühte sie mit so glüklichem Erfolge/daß die dortigen Künstler denen/ die in Griechenlandgeblieben waren/ den Vorzug streitig macheten;')und um diese Zeit war HermokleS von der InselNhoduS berühmt/ welcher die Statue des wegen sei-ner Schönheit gepriesenen KombabuS machte.^)
§. t-'w. Auch Ägypten wurde um jene Zeit derSammelplaz berühmter Männer aller Art/ welcheaus Griechenland dorthin geflüchtet waren; die Kunstder Grieche»/ welche von PtolemäuS Soter,dem ersten Könige nach Alexander dem Große»/in das Land der Ägypter gerufen und mit Freige-bigkeit aufgenommen worden/4) verpflanzte sich nach
2) ' I'lieopltt-asti c. ult. ^G- d. K. jv B. 2 K. 2Z
§. Note.)
4) I. 1. c. 6. Wcsseljug. 2«! Olo^. Lic. 1.20. c.
>00. Mc«er.