Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
127
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Abhandlung tt. 127

genden Zeiten wiederum ihre Figuren den Tänzeri-neii zum Muster gedienet/ um sich in den Gränzeneines züchtigen Wohlstandes zu erhalten. DieseZüchtigkcit in den Tänzen der Griechen sieht manauSgedrükt an vielen weiblichen leicht bekleidetenStatuen/ von welchen die mehresten weder unter derBrust noch um die Hüften einen Gürtel haben undwen ihnen auch die Arme fehle»/ bemerkt man doch/daß sie mit der einen Hand von oben über die Ach-sel/ und mit der andern von unten über die Füßeihr Gewand sanft und mit Anmuth in die Höhe ge-zogen. Statuen in dieser Stellung finden sich inder Villa Medici und in der Seiner Eminenzdes Herrn CardinalS Alexander Albani; undda einige derselben einen idealischen Kopf zu habenscheinen/ so kan in ihnen vielleicht eine von den bei-den Musen/ denen der Tan; vor andern eigen war;nämlich Erato und Terpfichore abgebildet sein. DZn der Villa Ludovisi steht eine andere sehr schönetanzende Statue/ deren Kopf zwar reizend/ abernicht idealisch schön zu nennen ist; eS kan also schei-nen/ daß diese Statue wirklich das Bildniß irgendeiner berühmten Tänzerin sei/ da wir wissen/ daßdiese Personen mit den Helden und Athleten an derEhre der Statuen Theil harten. 2)

§. 39. Die Statue eines Helden mit über ein-ander geschlagenen Beinen würde bei den Griechengetadelt worden sein/ den eS wurde derlei Standanch an einem Redner verworfen/^') so wie eS Py-

1) I.. 14. c. 6. sn. 26.^

2) kekol. Ad ^pollvn. 1.3. v. 1. l'zeiT.. in I?e-slod. op. ei dies. x. 7.

3) t. 3. s>. 104. 11.6 — L. x. 106. n. 9—10.

4) consol. ad 194.