Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
70
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70 Vorläufige

znverläßig schließen können/ daß diese Mumie voneinen, der Griechen herrühre/ welche sich in Ägyptenzur Zeit der Ptolemäer niedergelassen. Man kaiideßhalb vielmehr sagen/ daß die Wissenschaft der Hie-roglyphen zwar fortdauerte/ aber nach und nach ab-nahm/ bis sie endlich ganz erlosch/ weil die Religionund Mythologie der Griechen/ welche/ wie ich gleichim Anfange dieser Abhandlung bemerkte/ von derägyptischen sehr verschieden war/ mit der Zeit immerfesteren Fuß in jenem Lande faßte.

K. 23. Um aber auf die Hauptsache zurükzukom-men/ so lassen sich einige Werke der dritten schonerwähnten Epoche nicht so leicht von denen des erstenoder zweiten Styls unterscheiden/ wie die des zweitenStyls von jenen des ersten; den da die Künstler/ wel-che keine Ägyptier waren / wie ich erinnert habe, offen-bar zur Absicht hatte»/ in dieser dritten Art von Kunst-werken die ältesten ägyptischen Figuren nachzuahmen,so wähleten sie nicht nur zum Theil selbst ägyptischeSteine/ wie den Basalt und rothen Granit/ sonder«sie suchten auch/ dieselben den ägyptischen in der An-ordnung/ Handlung/ Bewegung und in den Attribu-ten so ähnlich zu machen / daß einige darunter vo«allen Altertumsforschern für Werke des ältesten ägyp>tischen Styls sind gehalten worden. Sie ahmte«indessen nicht zugleich das Fehlerhafte nach/ sonder«nebst dem/ daß sie dem Geschmake dessen/ welch«solche Statuen bei ihnen bestellte/ gefällig waren,beobachteten sie weislich nur die äussere Gestalt d«ägyptischen Statuen; in allen übrigen Stüken ab-inimt jeder/ welcher tiefer einzudringen versteht/ i«denselben die Wissenschaft und Absicht griechisch«Künstler wahr.

§. 2-j. Das Schönste/ was in dieser Art übrijist/ sind zwei mänliche Statuen von röthlichcm Gra-nit/ noch einmal so groß als die Natur; welche M