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nachdem ich dieses angeführt, habe ich alles beige-bracht, was jene Künstler im Allgemeinen von derBildung der Figuren in menschlicher Gestalt verstan-den, oder was ihnen die Geseze zu wissen erlaubeten.
§. Wen sie aber von der Zeichnung so we-nig verstanden, was konten sie wohl von der Gratnwissen? Diese war ihnen fremd, so wie man auchselbst nach HerodotS Zeugniß in jenem Lande nichteinmal die drei Göttinen kante, welche diesen Namenführen, i) In dieser Hinsicht darf man überhauptsagen, wasStrabo von ihren Gebäuden erwähnt,2)nämlich daß ihnen die Gratie und das Malerischefehlten: Dieses sei
nicht sowohl gegen die Künstler, von denen hier dieRede ist, als vielmehr gegen den Casaubonus ge-sagt, welcher das Wort buchstäblich überseztennd der Meinung war, daß es nicht heisse: es manglejenen Gebäuden das malerische Ansehen und dieGratie, sondern daß /«---um in denselben ge-wesen; wovon wir das Gegentheil aus alten Autorenund ans Berichten neuerer Reisenden wissen, welchein den Trümmern von Theben erhoben gearbeitete undbemalte kolossalische Figuren gesehen habend)
§. Ich weiß wohl, daß man diesem über dieägyptischen Kunstwerke der ersten Epoche gefälltenUrtheile viele Figuren von Thieren entgegcnsczeii tan,welche von jenen Künstlern mit einem großen Ver-ständnisse der Muskeln und des Knochenbaus gearbei-tet sind, und an welchen man sowohl eine sanfteÜbereinstimmung als viel Fließendes in allen Theile»bemerkt, z. B. an den Löwen am Anfgange zum Ca-pitolium; an zwei anderen an der Fontana Feli«/
») 1^. 2. c.
2) 1^. »4. c. i. Z. 28.
Z) I^vl'tZen's irsvels in pres. x. 20. 22. t. 2.