Vorrede. 33
aus' der Fabellehre vorgestellet seien, auch anführe»/daß alle Attribute und Gebräuche auf einigen geschnit-tenen Steinen nnd Münzen wirkliche Begebenheitenaus der Geschichte verrathen, wie z. B. aus dem Le-ben Alexanders des Großen und aus der Ge-schichte der Römer: so verlieret doch dadurch der vonmir aufgestellete Grundsaz nichts von seiner Festigkeit;den was die Thaten Alexanders betrift, so warendieselben eben so allgemein bekant, wie die Fabelge-schichte und die Thaten der alten Helden, also in derEinbildung der alten Künstler gleichsam einheimisch.Wen ich daher behaupte, daß diese sich blos an dieFabellehre hielten; so begreife ich darunter auch dieGeschichte dieses Königs, welcher, um sie desto engermit der Fabellehre zu verbinden, sich rühmete, daßer ein Abkömling des Achilles sei, des berühmte-sten unter den alten Helden. Allein wie viele Denk-male dieser Art gibt es wohl? Ohne zu behaupten,daß nicht »och andere entdekt werden tönten, gibtes, so viel ich weiß, izo nur ein einziges, die Unter-terredung dieses Königs mit Diogenes, welchesvon mir unter Numero beigebracht ist. Ausser-dem haben wir noch Nachricht von einer Schale, umwelche herum die Thaten eben dieses Königs in sehrkleinen Figuren vorgestellet waren, i)
Eben dieses mag man auch von geschnittenenSteinen und Münzen, und wen man will, auch voneinigen Rükseiten der Schaumünzen sagen; den weilwir auf solchen Werken auch nicht gerade Gegenständeaus der Fabellehre vorgestellet sehen, so enthalten siedoch wenigstens Begebenheiten aus der allerälrcstenGeschichte Roms, die an die Fabelgeschichte gränzenoder, besser zu sagen, mit derselben ans das engsteverbunden sind, wie z.B. der kurz vorher angefüh-
1) Irekellii ti'jA. in