Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
20
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Vorrede.

der Samlung aller jener noch nicht bekant gemachetenDenkmale/ deren Werth znm Theil in der bloßenZeichnung/ znm Theil in der Vollendung der Ausfüh-rung bestehet/ hatte einlassen wollen: so Würde ichhinlänglichen Stof gehabt habe»/ den Umfang desWerkes zn verdopeln.

Was die Kunst der Zeichnung anlanget/ so sindin dieser meiner Samlung viele Proben von Werkenenthalten/ die in jedem Zeitalter von Völkern/ diesich in der Kunst vor andern auszeichneten/ verfertigtworden/ nnd die Denkmale der griechischen Kunst ge-hen bis zum Verfalle derselben. Das lezte ist dasGrabmal des Fechters Batoii/ das zu den Zeitend:S Caraealla gemachet und unter Numero 199 bei-gebracht ist. Durch diese so reiche Samlung unddie Nachrichten/ die ich aus vielen andern Denkma-len hergenommen habe/ bin ich in den Stand gefe-zet/ in der folgenden vorläufigen Abhandlung«der die Knust der Ägypter/ Hetrurier und Griechenso zu sprechen/ daß man dadurch zu einer systemati-schen Kentniß der Kunst dieser alten Völker gelan-gen kaii.

Der Hauptpunkt indessen/ von welchem ich mei-nen Lesern Rechenschaft ablegen zu müßen glaube/ istdie Methode/ die ich bei der Erklärung der aufgestelle-ten Denkmale befolget habe. Ich hatte dabei zweiEnlndfäzc vor Augen: erstens nahm ich nicht a»/ daßdie Alten in ihren Kunstwerken blos leere Phan<tafien/ sondern vielmehr lauter Gegenstände ausder Mythologie vorgestellet haben; zweitens/ daßich ans diesem Grunde die Werke selbst auf die Göl-te r l e h r e u nd Fabelgefch i ch t e bezog/ und Achtunggab/ auf welchen Theil derselben die hier aufgeführe-ten besonders gehen.

Der erste Grnndsaz/ nämlich anzunehmen/ daß