i8 Vorrede.
te/ durch die Betrachtung vieler alten Kunstwerkenach und nach in den Stand gesezet zu sein/ einegroße Menge Stellen in den alten Autoren zu ver-bessern und zu erläutern/ und zwar/ wie ich bis zurÜberzeugung darzuthun hoffe/ weit besser, als diesesmir Beihülfe alter Handschriften hätte geschehenkönnen. Dasjenige also/ was eigentlich zur Kunstder Zeichnung gehöret/ bei Seite gesezet/ würde dergrößere Nuzen/ den man aus den Werken eben die-ser Kunst ziehen kaii und den man immer vor Augenhaben muß/ weil man deren Vorstellungen auszufor-schen suchet/ hauptsächlich darin bestehen/ daß sie dazudienen könne»/ den Sin der Scribenten jener Zei-ten aufzuklären.
Um diese Autoren zu verstehen und neue Entde-kungen in Absicht auf die Sitten und Gebräuche derAlten machen zu können/ bleibet uns auch/ die Wahr-heit zu sagen/ nach den Bemühungen so vieler indiesem Fache der Literatur vorzüglich erfahrner Kri-tiker kein anderer Weg übrig als dieser/ indem manbereits/ um immer zu mehrerer Kentniß zu gelange»/so viel als nur möglich den einen Schriftsteller mirdem andern verglichen und alle Handschriften/ diemir immer vorhanden sind, nachgesehen hat. Über-bein sind der Handschriften/ die man wirklich für soalt halte» kan/ daß darin die Worte des Autors rich-tig geschrieben stehen, so wenige in den Bibliotheken,und die wenigen, die sich darin befinden , sind vonden Gelehrten schon so oft durchsuchet worden, daßsie izo, wen ich so sagen darf, ausgedrükten Citronengleichen/ die keinen Saft mehr haben.
Was nun die von mir bekant gemacheten Denk-male betrist, so bestehen dieselben in Statuen, inerhob eire» Werken von Marmor und gebrauterErde/ in geschnittenen Steinen und alten Ge-mälden. Ich nenne sie unauSgegebene Denk-