Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
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Beilage i- zur Seite 16.

Die Figur des Herkules im Palaste Pitti zu Florenzhat eine dem faruefifcheu Herkules ahnliche Stellung,ist mit ihm ungefähr von einer Größe, muß ihm aberin Hinsicht der Ausführung hei weitem den Vorzug lassen.D'H an c a r v i l l e redet von dieser Statue als Von einem ur-srninglich altgriechischen Denkmale, dem später ein idcalistrterKovf des (! om »> odus ausgesezt worden. Die Inschrift sei zwaralt, aber in bctriiglichcr Abstcht bcigesezt, Wiewohl der Kopsabgebrochen war und es möglich ist, daß derselbe nicht zurStatue gehörte: so durste es doch schwer sein, an ihm dieZüge dcs Commodus wahrzunehmen, da das Gesicht starkbeschädigt ist. Noch weniger Wahrscheinlichkeit hat D'H an«carvilles Meinung l) in Betracht des Körvers und derübrigen Glieder, weil die Arbeit an diesen Theilen durchausnichts von dem Eigentümlichen, Strengen und Kantigen desältern Stvls der griechischen Kunst verräth. Beim erste» An-sehen dieses Herkules fühlten wir uns geneigt, ihn gerade-hin sur eine antike Nachahmung der sarnesischen Statuezu halten; aber Vii'conti 2) möchte lieber beide fürVergrößerte Nachahmungen einer kleinen Bronze des L»fiv-xus ausgebe». Seine Vermuthung erhält um so mehr Wahr-stheinlichkeit, als die Inschrift an der Statue im Palaste Pik-ti ein zum Grunde liegendes Werk des L»sippus anzeigendürste; und da der farne fische Herkules ohne Zweifeleine freiere und eigcntümlichcre Ngchbildung war, fo kontcGl»kon sich berechtigt halten, feinen eigenen Nanien daraufzu fezen, wie auch der Meister der mediceifchen Venusgethan, obfchon er dem Vorbild dcs Praxiteles gefolgtwar.

Zu den Nachahmungen von Werken des L»fivvus ge-hören wahrscheinlich auch die in fehr beträchtlicher Anzahl vor-kommenden Bildnisse des Sokrat es, welche größtentheils

1) IZtrus. Orec. et koiu, t. 4.

2) Aus. ?!c> - t. 3. x. 66.