Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
279
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12 Buch/ i Kap. 27s

§. 12. So wie nun das Leben und die Negirungdes Hadrianus sich mehr als anderer Kaiser Zeitendurch die Kunst berühmt gemachet und verewiget hat:so erfordert auch die Kunst der Zeichnung diesesZeitpunkts eine Umständliche Betrachtung; sonderlichda wir dieselbe unter dem Hadri anus als die lezteSchule anzusehen haben/ die sich kaum fünfzig Jahrenach seinem Tode erhalten hat. Hier aber wird sichder Leser erinnern, was in dem ersten Kapitel desersten Theils dieser Geschichte über die Nachah-mungen ägyptischer Werke, die dieser Kaiser machenließ, angezeiget worden,') welches ich hier wenig-stens von neuem berühren muß.

ß. 13. Man siehet ans solchen Werken, daßHadrianns die Kunst in ihrem ganzen Umfangebegriffen hatte; und vielleicht bat derselbe eben-falls Nachahmungen des hetrurischen Styls arbeitenlassen. Mit jenen Statuen aber besezete er einenTempel seiner Villa, welcher sich unter allen Tem-peln daselbst am besten erhalten hat, und vermuth-lich das Gebäude ist, welches Spartianu s denKanopuS nennet. 2) Es müßen solche auf ägyp-tische Weise gebildete Figuren zu Hunderten in ge-dachter Villa gewesen sein, da, diejenigen nicht ge-rechnet, die zertrümmert worden oder annoch inihrem Schütte begraben liegen, ausser denen, dieans Rom weggeführet worden, dennoch eine beträcht-liche Anzahl allhier übrig geblieben ist. Durch sol-che Arbeiten führete HadrianuS die Kunst gleich-sam zurük zu ihren ersten Anfängen, und zu derGrundlage der Zeichnung, die in Figuren dieser Art

Musaik von Palestrina. Einige sind aus natürlichen Stei--»en mit Stiikcheu von Glaöffuß untermischt. Fea.v B, ZK. 8 §.Z2) III c. 26.